Evange­lische Johannis­kirche

Kurze Geschichte

Am Südhang des Schlossberges in Rosenberg steht die schlichte spätgotische Johanniskirche, eine einschiffige Kirche mit einem massigen Turm auf der Nordseite. Sie hat sich ihren Charakter über die Jahrhunderte im Wesentlichen erhalten, auch wenn um 1700 und um 1910 Erweiterungen nach Westen vorgenommen wurden. In den 1970er-Jahren entfernte man die damals vorhandene doppelgeschossige Empore und die bemalte hölzerne Tonnendecke.
Die Kirche war von 1542 bis 1653 protestantisch, von 1653 bis 1899 wurde sie simultan genutzt. 1899 wurde sie renoviert und mit einer neuen Orgel ausgestattet. Von da an wurde sie auch von der evang.-lutherischen Gemeinde allein genutzt.

Der östliche Teil des einschiffigen Kirchenbaus, der durch ein reich profiliertes Spitzbogenportal vom Kirchenschiff abgetrennt ist, trägt auch heute noch seinen ursprünglichen Charakter durch den polygonalen (vieleckigen) Chorabschluss mit mächtigen Strebepfeilern. 

Innenbereich

Auch die Maßwerkfenster, die an zwei Stellen mittelalterliche Steinmetzzeichen aufweisen, sind noch erhalten. Das Rippengewölbe ist mit rosenförmigen Schlusssteinen versehen. Beide Portalseiten des Chors sind mit Grabsteinen mit Hochreliefs bestückt. Links vor dem Chor stehen die mittelalterlichen Grabsteine des Albrecht Stiber und seiner Ehefrau Veronika von 1504.

Am Durchgang zum Chor sind Wolf (1544) und Sebastian Erlbeck (1560) mit Streithammer und Axt fast lebensgroß dargestellt.

Die aus dem alten Simultanaltar gelösten Bilder von Peter und Paul sowie Luther und Melanchthon finden sich im Kirchenraum.

Sehenswert sind auch die Rokokoorgel von Andreas Weiß sowie ein Kruzifix im Nazarenerstil (Kunststil Anfang 19. Jh.) mit Maria und Johannes.